{"id":162,"date":"2019-07-01T13:32:19","date_gmt":"2019-07-01T13:32:19","guid":{"rendered":"http:\/\/klemenshippel.com\/?page_id=162"},"modified":"2019-07-01T13:32:19","modified_gmt":"2019-07-01T13:32:19","slug":"die-hoerprobe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/klemenshippel.com\/?page_id=162","title":{"rendered":"Die H\u00f6rprobe"},"content":{"rendered":"\n<p>mit Gitti Pirner<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">Kennern gilt Gitti Pirner als eine der f\u00fchrenden Mozart-Interpretinnen. Die Kempff-Sch\u00fclerin und Gewinnerin des Genfer Klavierwettbewerbs 1970, die unter anderem mit Sergiu Celibidache\ngearbeitet hat, war Professorin f\u00fcr Klavier an der M\u00fcnchner\nMusikhochschule.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie h\u00f6ren Musiker CDs? Worauf achten sie? Und wie beurteilen sie, was sie h\u00f6ren? Zum Mozartjahr haben wir die Pianistin Gitti Pirner gebeten, einen Streifzug durch Mozarts Klaviermusik zu unternehmen. Sie lie\u00df sich auf das Abenteuer ein und kommentierte CDs von Kollegen, ohne zu wissen, was sie h\u00f6rt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst schimpft sie mich erst einmal aus: dass ich vom Tutzinger Bahnhof zu ihrem Haus gelaufen bin, statt anzurufen und mich abholen zu lassen! Dann h\u00f6rt sie sich gespannt an, was ich mitgebracht habe. Sie dabei zu erleben, ist faszinierend. Nicht nur, weil sie alle Mozartsonaten und Konzerte, die ich ihr auf CD vorspiele, im Kopf hat und sich jederzeit zu jeder beliebigen Stelle ans Klavier setzen kann. Sondern auch weil man ihren Kommentar schon sieht, bevor man ihn h\u00f6rt. Eine gute Interpretation zieht sie in den Bann der Partitur, sie scheint direkt von ihrem Wohnzimmer in Mozarts Klangwelt hin\u00fcberwechseln zu k\u00f6nnen. W\u00e4hrend schlecht gespielte Musik gleichsam von ihr abprallt, obwohl sie genau verfolgt, was der Pianist da gerade falsch macht. Schade, dass ich ihre besten Kommentare nicht aufschreiben kann \u2013 weil sie sie vorspielt! Zu jeder Passage, die ihr nicht gef\u00e4llt, kann sie eine schl\u00fcssigere Interpretation anbieten. Wir beginnen mit Andreas Staiers Aufnahme des T\u00fcrkischen Marschs, in der er nicht nur ein Hammerklavier spielt (eigentlich nicht Gitti Pirners Welt), sondern auch \u00e4u\u00dferst frei improvisiert. Sie h\u00f6rt sehr lange aufmerksam zu, ehe sie etwas sagt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klaviersonate A-Dur KV 331, 2. und 3. Satz<br>Andreas Staier. Harmonia mundi HMC 901856<\/strong><br>Das ist ein sch\u00f6nes Instrument, es klingt nicht so mickrig. Und der Pianist traut sich einiges, aber mit unheimlich viel Geschmack und Fantasie. Wie er sich in der Stretta auf den Marsch aus der Entf\u00fchrung aus dem Serail bezieht, finde ich interessant. Aber ins Programm m\u00fcsste man vielleicht schreiben: dritter Satz nach Mozart. Der T\u00fcrkische Marsch ist ja ein Problem, weil st\u00e4ndig dasselbe kommt. Da muss man auf dem Klavier versuchen, das St\u00fcck mit verschiedenen Farben zu gestalten, obwohl ich glaube, dass Mozart diese Monotonie fast wollte. Ich habe mir schon viele Gedanken \u00fcber diesen Satz gemacht, ob man Varianten spielen k\u00f6nnte. Aber ganz ehrlich: Ich w\u00fcrde mich nicht trauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Als ich die Aufnahme das erste Mal h\u00f6rte, dachte ich: So ungef\u00e4hr muss Mozart das gespielt haben &#8230;<\/strong><br>Sicher hat Mozart so gespielt \u2013 wer kann, der kann! Wenn man sich vorstellt, dass er seine erste gro\u00dfe C-Dur-Sonate zuerst als Zugabe improvisiert hat, wie er seinem Vater schreibt. Das ist unglaublich, in dieser strengen Form! Diese C-Dur-Sonate habe ich \u00fcbrigens als erste Sonate gespielt (spielt sie vor). Da war ich sieben und habe die ganze Sonate mit Text versehen. Mir hatte da noch niemand gesagt, dass Klaviersonaten von Mozart auch Opern sind, aber ich habe mich hingehockt und die ganze Sonate betextet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie wollten nach dem T\u00fcrkischen Marsch noch den langsamen Satz der Sonate h\u00f6ren \u2013 entscheidet sich eine Mozart-Interpretation am langsamen Satz?<\/strong><br>Nein. Ich wollte nur h\u00f6ren, was der Pianist da macht. Der zweite Satz ist auch sehr schwierig, viele Pianisten wissen nicht, wie sie den gestalten sollen. Aber da h\u00e4lt er sich an die Noten. Nein, die Qualit\u00e4t entscheidet sich nicht am langsamen Satz. Wie bei allen Sonaten ist auch hier der erste Satz der schwierigste. Und wie meist der interessanteste. Was haben Sie denn noch alles? Her damit. Es gibt ja kaum Mozartaufnahmen zum Mozartjahr, nicht? (lacht) Das war jedenfalls ein sehr\nsch\u00f6ner Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klaviersonate D-Dur KV 576, 1. Satz<br>Friedrich Gulda. Decca 476 3045<\/strong><br>(nach 30 Sek.) Also das ist jetzt ein Mozartspiel \u2013 wenn ich das im Konzert h\u00f6re, schalte ich sofort ab. Das interessiert mich nicht eine Minute. Der Pianist versucht zwar, in lyrischen Passagen ein wenig Stimmung hineinzubringen. Aber wenn das ein Sch\u00fcler w\u00e4re, w\u00fcrde ich sofort sagen: H\u00f6r auf!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das ist der fr\u00fche Friedrich Gulda &#8230;<\/strong><br>Kann sein. Interessiert mich \u00fcberhaupt nicht. Das ist ganz schlecht. Nur die Finger rauf und runter. Da hat er sp\u00e4ter anders gespielt &#8230; Da schimmert es jetzt so ein bisschen durch &#8230; Aber dann freut er sich wieder nur am Tempo \u2026  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00e4re er kein vielversprechender Student?<\/strong><br>Nat\u00fcrlich. Ich halte ihn f\u00fcr einen der intelligentesten und manuell begabtesten Pianisten. Da k\u00f6nnen andere nur von tr\u00e4umen. Ob man mit der Interpretation einverstanden war, ist eine andere Frage. Aber er war immer geistvoll. Ich mag auch seine fr\u00fchen Beethoven-Sonaten nicht. Und tonlich war er mir manchmal etwas zu n\u00fcchtern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fantasie d-moll KV 397<br>Christian Zacharias. MDG 340 0961<\/strong><br>(h\u00f6rt lange aufmerksam zu) Jetzt wird es nat\u00fcrlich sehr pers\u00f6nlich. Mir geht das vollkommen gegen mein Empfinden, eine Fantasie so zu spielen. Da sind Stilelemente drin, die bei Mozart nichts zu suchen haben. Die sind mir zu \u2013 romantisch kann ich nicht sagen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Mozart wie von Carl Philipp Emanuel Bach?<\/strong><br>Genau! Dieses Rubato \u2013 man wei\u00df schon, was er sagen will. Aber er sagt es mit den falschen Mitteln. Wenn er auf einem Hammerklavier spielen w\u00fcrde, m\u00fcsste er vielleicht so mit der Agogik arbeiten. Obwohl: Das hat der erste Pianist nicht gemacht. Das hat mir sehr imponiert, er war in seiner ganzen Improvisation unheimlich nah bei Mozart. W\u00e4hrend das hier mehr bei sich selbst ist. Ich denke, dieser Pianist spielt sich selbst. Die Idee ist schon richtig, er will diese Trauer ausdr\u00fccken. Am Anfang wei\u00df er nicht, was er machen soll (setzt sich ans Klavier und demonstriert). So kann man es bei\nBrahms oder Rachmaninow machen, aber bei Mozart muss das einen Ernst\nhaben, so stur sein. Diese Aufnahme ist f\u00fcr mich, da bin ich mal\nsehr scharf: hysterisch. Aber auf diese Weise kapiert es das Publikum\nnat\u00fcrlich besser. Da k\u00f6nnen die Leute dann sagen: Was hat der f\u00fcr\nein Sentiment drin! Meine Studenten w\u00fcrde ich jedenfalls nicht so\nspielen lassen. Man kann nicht in jedem Takt das Tempo \u00e4ndern.\nDeshalb hat mir die erste Aufnahme so sehr imponiert: Man hat das\nGef\u00fchl, der Pianist ist v\u00f6llig frei, er improvisiert, bleibt aber\ngenau im Metrum.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klaviersonate Es-Dur KV 282, 1. und 2. Satz<br>Atsuko Seki. Divox CDX 25248-2<\/strong><br>Das ist das Kontrastprogramm, nicht wahr? Bis jetzt gef\u00e4llt es mir sehr gut: sehr einfach, sehr nat\u00fcrlich. &#8230; Der Triller ist nicht sch\u00f6n. &#8230; Das ist sehr schwer, hier den Bogen zu halten: die Arie der Gr\u00e4fin aus dem Figaro \u2013 Er hat mich verlassen \u2013 &#8230; die Phrasierung links stimmt nicht \u2026  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist das nicht zuviel Pedal? <\/strong><br> In der Aufnahme scheint auch viel Hall drauf zu sein. Das ist alles so ein bisschen unter einer Glocke. Sie haben schon Recht: In der linken Hand bindet sie den Bass an und hilft sich ein bisschen mit dem Pedal \u00fcber die B\u00f6gen. Aber trotzdem gef\u00e4llt es mir. Sie macht nichts, was nicht in den Noten steht. Auch wenn es klanglich ein bisschen einfarbig ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist das das Geheimnis der Mozartinterpretation: nichts machen?<br><\/strong>Nein: nichts hineindenken, was nicht drinsteht! Weil so wenig in der Partitur steht, l\u00e4uft man Gefahr, manches hineinzudenken. Ich glaube, das Geheimnis ist, dass man das Wenige, was dasteht, zum Sprechen, zum Singen, zum Klingen bringt. Die Klaviersonaten sind wie Opern, das ist das Geheimnis. Aber ich bin auch nicht in telefonischem Kontakt mit Mozart, obwohl es lustig w\u00e4re, was er wohl sagen w\u00fcrde zu diesem Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haben Sie schon etwas Gutes geh\u00f6rt im Mozartjahr?<\/strong><br>Ich habe einen sehr sch\u00f6nen Don Giovanni in Z\u00fcrich geh\u00f6rt. Da war ich erstaunt \u00fcber die Besetzung der Elvira mit Malin Hartelius, die ja sonst eher die Sophie singt oder die Pamina. Und ich dachte: die als Elvira? So eine dramatische Angelegenheit? Und dann kamen ihre Arien, und ich habe gedacht: So geh\u00f6rt das eigentlich. Das war eine unheimliche \u00dcberraschung f\u00fcr mich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klaviersonate a-moll KV 310, 1. und 2. Satz<br>Dinu Lipatti. EMI 5 62819-2<\/strong><br>Sehr sch\u00f6n! Es liegt wahrscheinlich an der Aufnahme, dass die dynamischen Unterschiede nicht so gro\u00df sind. Ein tolles mysterioso. Das spricht, das ist wahnsinnig pers\u00f6nlich\u2013 sch\u00f6n! Das ist nicht Clara Haskill, oder?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es ist Dinu Lipatti<\/strong><br>Toll! Aber so weit war ich nicht weg. Darf ich in den langsamen Satz hineinh\u00f6ren? Diese Aufnahme kenne ich nicht. Dinu Lipatti war \u00fcbrigens ein Kollege und Freund meines Genfer Lehrers Louis Hiltbrand. Die waren gleich alt. Wenn Lipatti doch \u00e4lter geworden w\u00e4re! Er stand noch am Anfang seiner musikalischen Entwicklung, sagte mein Lehrer immer. Lipattis Spiel hat eine W\u00e4rme, da er\u00fcbrigen sich alle Kommentare \u2013 das geht Ihnen doch auch so. Da ist der Unterschied zur zweiten Aufnahme eklatant: Lipatti macht kein Rubato, und trotzdem hat man das Gef\u00fchl, er spielt v\u00f6llig frei. Das ist die Kunst. Wenn Sie auf die linke Hand achten: wie ein Metronom. Jetzt zieht er eine Idee an \u2013 das ist eine sauschwere Stelle, der kann trillern. Gerade in diesem Mittelteil ist es die gro\u00dfe Kunst, ihn wirklich dramatisch zu spielen und trotzdem im Rahmen zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klaviersonate C-Dur KV 330, 1. und 2. Satz<br>Glenn Gould. Price-Less D15119<\/strong><br>Na, das ist aber mal introvertiert! Ich bin b\u00f6se, gell? Also, ich habe nat\u00fcrlich einen Verdacht, wer das sein k\u00f6nnte. Und warum soll man es nicht so spielen? Aber f\u00fcr mich ist das ein bisschen zu niedlich, zu puppenhaft. Ich glaube nicht, dass das Mozart gerecht wird. Aber er zieht es konsequent durch. Wahrscheinlich war Mozart dem Glenn Gould wesensm\u00e4\u00dfig v\u00f6llig fremd. Vielleicht stand Gould da sein Intellekt im Wege. Ich glaube, dass er sich sehr schwer getan hat, spontan an etwas heranzugehen. (Der 2. Satz beginnt.) Das finde ich \u00fcbrigens sehr sch\u00f6n. Aber er ist jetzt im zweiten Satz, und den ersten hat er auch schon zum langsamen gemacht. Hier passt es jetzt, das ist perfekt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sobald eine kontrapunktische Struktur auftaucht &#8230;<\/strong><br>&#8230; ist er in seinem Element. Wobei ich die Melodie immer noch wichtiger finde als so eine Altstimme oder einen Tenor. Aber es gibt eben Dinge, die sind unabh\u00e4ngig vom Geschmack: Wenn \u00fcber dem ersten Satz einer Sonate Allegro con spirito steht, dann ist es kein Andante. Aber Gould war das wurscht. Ich finde, er reduziert Mozart. Aber es ist jetzt nicht so abseits, dass man sagen k\u00f6nnte: So geht es nicht. Das geht mir bei vielen von Goulds Beethoven-Interpretationen so, dass ich\ndenke: Das geht einfach nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber er packt sie?<\/strong><br>Ich langweile mich ein bisschen, aber trotzdem h\u00f6re ich ihm zu. Er macht keine extremen sentimentalen Sachen und hat eine Linie, die er konsequent geht. Ich halte sie nicht f\u00fcr die richtige Linie, aber er verfolgt sie, und deswegen h\u00f6rt man ihm zu. Und in diesem langsamen Satz ist er absolut dem Notentext entsprechend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klavierkonzert d-moll KV 466, 1. Satz<br>Daniel Barenboim, Berliner Philharmoniker. Warner 256461919-2<\/strong><br>Das ist ein sch\u00f6nes Konzert! Sie haben lauter Sachen mitgebracht, die mir gefallen. Vor allem der Anfang, das Thema war sehr sch\u00f6n. Das Orchester ist nicht besonders. Aber das ist ein gutes Tempo. (einige Zeit sp\u00e4ter) Das Thema hat mir am besten gefallen, jetzt ist es nicht mehr so gut. Das geht ein bisschen in eine Gel\u00e4ufigkeits\u00fcbung \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das sind Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker.<\/strong><br>Ach ja? Na, dann hat er nicht geprobt. Er ist f\u00fcr mich eine der gr\u00f6\u00dften musikalischen Potenzen, die es gibt. Das hat man immer gemerkt, wenn er mit Celibidache gespielt hat: Die erste Probe war m\u00e4\u00dfig und das Konzert grandios. Aber er macht einfach zu viel, und so begabt ist er auch nicht, dass er nicht \u00fcben m\u00fcsste. Aber wie er diesen Anfang spielt, das ist einfach toll.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klavierkonzert c-moll KV 491, 1. Satz<br>Martin Stadtfeld, NDR-Sinfonieorchester, Bruno Weil. Sony 82876 72298-2<\/strong><br><strong>(Dazu sagt Gitti Pirner zun\u00e4chst einmal nichts. Aber man kann sehen, dass es ihr nicht gef\u00e4llt, so dass ich frage:) Wie viel Takte brauchen Sie, um zu h\u00f6ren, das taugt nichts?<\/strong><br>Nicht lange! (lacht) In Aufnahmepr\u00fcfungen wei\u00df man eigentlich nach zwei Minuten Bescheid.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was fehlt denn hier?<\/strong><br>Ich glaube, das ist mit einer ganz gro\u00dfen Naivit\u00e4t, mit Unbefangenheit und Unverst\u00e4ndnis gespielt. Obwohl er nichts direkt Falsches macht \u2013 er spielt laut und leise &#8230; Die lassen sich nicht ber\u00fchren von der Musik und ber\u00fchren so auch nicht. Wenn einen das Thema schon nicht ber\u00fchrt, ist es wirklich schade! Die CD habe ich \u00fcbrigens selbst, aber auf Bitten meines Mannes habe ich sie bald abgedreht. Er hat gesagt: Es reicht schon, dass du sie gekauft hast, musst du sie auch noch anh\u00f6ren? Mein Mann ist noch viel kritischer als ich. Mit dem h\u00e4tten Sie hier sitzen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist er Ihr sch\u00e4rfster Kritiker?<\/strong><br>Ja! Brutal. Er sagt nichts unmittelbar nach dem Konzert. Meistens im Schlafzimmer kommt dann die Kritik, aber sehr vornehm. Es ist gut, wenn man so jemanden hat. Er hat nat\u00fcrlich nicht immer Recht \u2013 ich wehre mich schon. Haben Sie noch etwas f\u00fcr mich?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>(Ja, einen habe ich noch: Nikolai Demidenko \u2013 auch der schafft es schon mit dem ersten Ton, sie zu packen &#8230;)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Adagio h-moll KV 540<br>Nikolai Demidenko. AGPL 1-008<br><\/strong>(Der zweite Ton ist noch nicht angeschlagen, da ruft sie:) Wie sch\u00f6n, das h-moll-Adagio! (und h\u00f6rt dann ohne Kommentar aufmerksam das ganze St\u00fcck.)  Was soll ich da\nsagen? Ich w\u00fcrde nat\u00fcrlich manches anders spielen. Mich st\u00f6rt zum\nBeispiel diese pl\u00f6tzliche kurze Begleitung in der linken Hand, die\npasst nicht zu dieser himmlischen innigen Melodie. Aber das sind\nWinzigkeiten. Insgesamt ist das St\u00fcck f\u00fcr mich absolut getroffen!<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Partituren 6 (2006)<\/p>\n\n\n\n<p>Die wunderbare\nAufnahme s\u00e4mtlicher Klaviersonaten mit Gitti Pirner gibt\u2019s bei\n<a href=\"http:\/\/www.farao-classics.de\/\">www.farao-classics.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit Gitti Pirner Kennern gilt Gitti Pirner als eine der f\u00fchrenden Mozart-Interpretinnen. Die Kempff-Sch\u00fclerin und Gewinnerin des Genfer Klavierwettbewerbs 1970, die unter anderem mit Sergiu Celibidache gearbeitet hat, war Professorin f\u00fcr Klavier an der M\u00fcnchner Musikhochschule. Wie h\u00f6ren Musiker CDs? Worauf achten sie? Und wie beurteilen sie, was sie h\u00f6ren? 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